Wer einen Reitplatz bauen will, weiß: Das Wasser muss ordentlich abgeführt werden. Niemand möchte Pfützen auf seinem neuen Reitplatz stehen haben.
Darum ist grundsätzlich zu empfehlen ein ordentliches Gefälle für den Reitplatz anzulegen.
In der Regel liegt ein Reitplatz Gefälle zwischen 0,8 – 1,5%.

Die FLL Komission zum Reitplatzbau empfiehlt eine breitere Spanne zwischen 0,5% und 2% für horizontal entwässernde Reitplätze. Die besten Erfahrungen machen wir aber in der oben genannten Spanne. Letzten Endes kommt es immer auf den individuellen Aufbau an:

 

Faktoren, die das richtige Gefälle beeinflussen

Vor allem das gewählte Trennschicht-Material entscheidet über die prozentuale Stärke des Gefälles. Eine klassische Trennschicht aus RC-Material beispielsweise entwässert kaum in den Baugrund. Entsprechend sollte hier ein höheres Gefälle gewählt werden.

Bei einem Unterbau mit Reitplatzmatten oder Paddockplatten findet eine Entwässerung nach unten statt. Dementsprechend kann das Gefälle beim Reitplatz geringer gewählt werden.

Letztlich entscheiden aber auch die eigenen Präferenzen. Fragen Sie sich vor dem Reitplatzbau ob Sie weniger Wässern wollen und dafür bereit sind auch mal einen Tag nicht auf dem Reitboden reiten zu können. Oder ob Sie nie Wasser auf dem Reitplatzbelag stehen haben wollen und deswegen ein höheres Gefälle bevorzugen sollten.

 

Gefälle nicht zu stark anlegen

Oft werden im Selbstbau auch 3-4% Gefälle angelegt. Das ist definitiv zu viel. Die Folge sind wegspülender Reitplatzsand und auch Beschwerden einiger Reiter, da man ein solches Gefälle bereits deutlich spürt.

 

Das Gefälle für den Reitplatz sollte schon beim Baugrund beginnen

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In Beratungsgesprächen fällt uns immer wieder auf, dass einige Verwirrung darüber herrscht, welche Schichten des System-Aufbaues beim horizontalen Entwässerungssystems (Schicht-System) denn nun ein Gefälle brauchen. Die Antwort ist ganz einfach: Alle!

Wir haben den Baugrund, die Trag- und/oder Trennschicht und die Reitschicht.
Das Oberflächenwasser läuft bei einem Reitbelag aus Reitplatzsand an der Oberfläche des Sandes ab, bei Holz-Sticks und Teppichschnitzeln auf der darunterliegenden Schicht (Trennschicht). Also müssen diese auf jeden Fall schon mal ein Gefälle aufweisen, sonst könnte das Wasser nicht ablaufen.

Der Einfachheit halber kann man sich jede Schicht incl. des Baugrundes als eine Glasplatte vorstellen. Dann hätten wir also (je nach Aufbau) 3 oder 4 Glasplatten übereinander. Diese müssen alle die gleiche Neigung aufweisen, also parallel zueinander verlaufen.

Das ist auch wichtig, um beim Reitplatz bauen kein unnötiges Material zu verschwenden.
Es spart Unterbau-Material. Denn müsste man die benötigte Neigung (die im natürlichen Geländeverlauf meist nicht ideal verläuft) mittels Trag- oder Trennschicht erstellen, bräuchte man dazu deutlich mehr Tonnage, als würde man die Schichten (Glasplatten) exakt parallel zueinander ausrichten.

Es ist also nicht nur professioneller, sondern spart unter dem Strich auch Geld, wenn das Gefälle/Planum bereits beim Baugrund beginnt.

 

Können Sie Ihren Reitplatz mit +/-2cm Genauigkeit bauen?

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Zu guter Letzt muss eine wichtige Frage geklärt werden: Sind Ihre Maschinen oder der von Ihnen beauftrage Bauunternehmer wirklich in der Lage das gewünschte Gefälle für Ihren Reitplatz auch exakt anzulegen?

Reitplatzbau ist kein Tiefbau und muss mit deutlich höherer Präzision vonstattengehen. An dieser scheitern in dem Bereich unerfahrene Unternehmen sehr oft – mit kostspieligen und ärgerlichen Folgen für Sie als Anlagenbetreiber.

Darum sollten Sie vorher deutlich klären ob das gewünschte Unternehmen wirklich einen Reitplatz bauen kann, der nachher auch den Anforderungen genügt.

 

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