5 typische Fälle, warum der Reitplatz zu viel Wasser braucht


Gerade im Sommer wundert sich manch Stallbetreiber warum der Reitsand solche Unmengen an Wasser braucht. Darum haben wir 5 Beispiele mit Lösungen zusammen geschrieben, die zeigen, wie man den Wasserbedarf des Reitbodens reduzieren kann.

 

 

1. Der Reitplatz wird zwar oft, aber zu wenig beregnet

Gefühlt glaubt man, Unmengen an Wasser auf den Platz zu geben (jeden Tag ein bisschen), aber de facto reicht es gerade, um die Oberfläche zu benetzen. Doch gerade hier verdampft das Wasser durch Sonneneinstrahlung schneller, als es eine Wirkung erzeugen kann.

Der mit Abstand wichtigste Tipp lautet daher: Große Mengen Wasser haben mehr Wirkung als jeden Tag kleine Mengen!

Viele Stallbetreiber bewässern ihren Reitplatz auch mit einfachen Sprengern.
Tipp, um die Sprenger-Leistung zu testen:

Besonders wer mit Sprengern arbeitet, sollte einfach mal die Probe machen, wieviel Liter tatsächlich pro Minute heraufgepumpt werden. Dazu einen 10-Liter-Eimer nehmen, Schlauch reinhalten und per Sekundenzeiger überprüfen, wie lange es dauert, bis der Eimer voll ist. Das Ganze dann auf die Reitplatz Größe hochrechnen. Wichtig ist auch zu überprüfen, ob die Tretschicht wirklich bis unten hin Wasser bekommen hat. Wenn die Oberfläche nass ist, die untere Sandschicht aber trocken, wird der Sand trotzdem nicht scherfest sein. Falls das der Fall ist, so lange wässern, bis das Wasser bei der Trennschicht angekommen ist.

 

 

2. Reitsand Pur VS Reitsand-Vlies

Die wenigsten Sande funktionieren überhaupt pur. Wir haben mit Nordsand da eine tolle Variante, die wir gerne Pur einsetzen. Viele Reitanlagen wünschen sich einfach einen Reitboden ohne künstliche Zusätze.

Nur gilt dabei zu bedenken: Ein Sand ohne Zuschlagstoffe braucht i.d.R. von Natur aus mehr Wasser, um seine Eigenschaften aufzubauen.
Ein Sand-Vlies-Gemisch ist also bei der benötigten Wassermenge im Vorteil.

Wer also den Wasserbedarf des Reitplatz reduzieren will, kann Vlieshäcksel beimischen. Auch Holz-Sticks können Wasser speichern.

3. Platten- bzw. Drainage-Unterbau zieht Wasser

Die vertikale Entwässerung spielt ihre Stärken in regenreiche Phasen aus.

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Im Sommer allerdings ist ihr Nachteil, dass der Reitboden mit Reitplatzplatten mehr Wasser braucht als bei horizontal entwässernden Reitplatz-Systemen. Das Wasser versickert schneller im Untergrund.

Falls der Reitplatzsand pur aufgebracht wurde, könnte eine Vliesbeimischung (ggf. mit Fasern) zu Verbesserungen führen. Ansonsten böten sich das Reitplatz Schicht-System oder ein Ebbe-Flut-Reitboden alternativ an. Natürlich nur, wenn man ohnehin plant einen neuen Reitplatz zu bauen.

4. Zu hoher Aufbau der Tretschicht

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Je höher die Tretschicht, umso mehr Wasser braucht sie. Wer einen sehr hohen Reitsand-Aufbau hat kann diesen ggf. auf maximal 10-12cm reduzieren.

5. Falscher Sand

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Wenn der Feinanteil fehlt, kann ein Sand auch in Verbindung mit Wasser keine Scherfestigkeit entwickeln. Hier hilft die Beurteilung einer Sandprobe bei der Entscheidung, welche Maßnahme Erfolg versprechen könnte (Vlieshäcksel, Fasern, Feinsand etc.).

Fehlender Feinanteil bzw. zu grobkörniger Reitsand lässt das Wasser zu schnell durch und kann ihn nicht speichern. Lehmhaltige Reitsande speichern zwar Wasser besser als Quarzsande, dennoch ist Vorsicht geboten - Lehmsande bringen auch negative Eigenschaften mit sich.

Das Team Concept berät Sie gerne zur Reitplatz Optimierung und zur Verringerung des Wasserbedarfs!

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Gibt es Alternativen?
Reitplatzbelag ohne Beregnung

Reitplatzsande brauchen grundsätzlich immer Wasser, um ihre Eigenschaften aufbauen zu können.
Wer nach einem Reitplatzbelag sucht, der komplett ohne Wasser auskommt hat 2 Möglichkeiten:

     1. Holz-Sticks. Der Reitplatzbelag aus Holz erfreut auch im Sommer Reitställe, weil er nahezu ohne Wasser auskommt und dennoch kaum staubt.

     2. Teppichschnitzel. Der Kunstbelag braucht ebenso kaum Wasser. Wir empfehlen dennoch zumindest hin und wieder zu wässern, da es ansonsten zu Staubbildung und vereinzelt statischer Aufladung kommt.

     3. Ebbe-Flut-Reitplatz. Nicht ohne Wasser, aber mit weniger Wasser kommen Ebbe-Flut-Systeme aus. Zudem bieten nur sie die Reiteigenschaften, die für höchste Ansprüche gefordert werden.

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